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Archive for 27. Oktober 2023

Die DWA hatte eingeladen zu einem Seminar „Bauen mit dem Fluss – Naturnahe Maßnahmen zur Stabilisierung und Strukturierung von Fliessgewässern“. Hintergrund war die Fertigstellung und der im Gelbdruck zur Diskussion freigegebene Entwurf des Merkblatts DWA-M 527 „Buhnen zur Stabilisierung und Strukturierung von Fließgewässern“.

In Anlehnung an Wohnorte von Arbeitsgruppenmitgliedern (wechselnde Treffpunkte über die Jahre) war diesmal die Nidda, Nebenfluss des Mains, gewählt. Hier bietet Gottfried Lehr langjährig Gewässerverbesserungen vom Feinsten.

Es ging also südwärts.

Bahnhof Hamburg-Altona, mit Taube – weitgehend grau.

Bei genauerem Hinsehen ins Verschwommene – der Niesel wird immer dicker.

Universitätsstadt Marburg, schon ordentlich vorangekommen auf der Bahnfahrt – mal auf anderer Strecke als gewöhnlich.

Im Weiterfahren, hoch auf dem Berg, das Schloss – gern denke ich an mein Vorstudium hier zurück. – Meine Güte, ein halbes Jahrhundert her …

Nach Umstieg in Friedberg, Blick aus der S-Bahn, nicht mehr weit bis Dortelweil (Bad Vilbel) – eine Wahnwitzregenfront, der Horizont verschwindet zusehends.

Angekommen beim Hotel, 10 Minuten Kofferrollern, ok – Kunst auf dem Teich. Irgendwie scheint da was kaputtgegangen ?? (Kunstbanause!)

Schicker Blick über die – gern extensiver zu unterhaltende Golflandschaft. Meine Güte, „das Raue“ ist ja gar nicht rau!

Immerhin, Sicherheit am Wasser besteht.

Nach kurzer Pause geht`s raus in die Ahorn-Herbstlandschaft.

Ich habe als früh Angekommener das Vergnügen, mit dem lokalen und regionalen Fachkollegen eine Vor-Exkursion unternehmen zu dürfen (Herzlichen Dank nochmals, Gottfried!).

Blick von einer Niddabrücke aufwärts – von rechts im Foto mündet der Nebenbach Nidder.

Provozierter Uferanriss – die Nidda hat Kies gefunden und arbeitet damit.

Mäanderneubildung in einer mehrere km langen Entwicklungsstrecke.

Der Reiher weiss, warum er dort steht.

Entwicklungsstrecke und -fläche – Wasserbausteine aus dem Ufer entfernt, Uferentwicklung inkl. Baum- und Buschsukzession (vgl. unmittelbar oberhalb, dichter Bestand) werden erwartet.

Weiter flussab – Planerwahn! Es musste ein nah am Gewässerufer liegender, geteerter Fuß- / Radweg sein.

Entwicklung – Insel mit sich dynamisch veränderndem Ufersaum.

Ufer und Sohle in Entwicklung – Rausche, Buhne, Turbulenz, am Ufer geschützte Weidenstecklinge.

„geschützte …“ – ??? – Hier regiert der Biber, putzt alles weg. Um erstmal etwas anbieten zu können, ist dieses liegende Stammteil Weide mit einem Zaun versehen. – – Es gibt halt viel zu wenig Vegetation im, am und auf dem Ufer!

Gewollte Dynamik – Uferabbruch, Entwicklung einer sich stetig verändernden Sand- / Kiesbank, Weidenstecklinge mit Verbissschutz.

Wir sind weitergefahren, zum gefällereicheren Erlenbach. Trotz immer dunkler werdender Situation gelang das Foto: Mäander-Initiieren durch instream-Buhnen.

Und schon sieht so ein Bach viel lebendiger aus.

Petrus tut das Seine für mehr Leben. Er lässt es nun schütten. Ausnahmsweise hat das Wetter Taunus und Hunsrück überquert und giesst sich hier im Lee aus. Die Wege werden zu Wasserstraßen.

Das kam günstig, wir sind fertig mit der Vor-Exkursion, der Abend dämmert.

Auf der Rückfahrt gibt sich das Wetter versöhnlich.

Blick aus dem Hotelfenster – was für ein Wechselwetter! Fluffiges Nass, hoch aufgetürmt.

Und dann dies!

Spiegelungen im Golfplatzteich.

Die Phase des Sonnenuntergangs lässt sich sehen.

Kurz vor dem Versinken …

Spiegelung auf blankem Blechdach.

Letzte Strahlen …
Vorn, ausserhalb des Fotos, wird das Wasser bewegt. ???

Da kommt in aller Ruhe ein Nutria aus dem Ufer, quert den Teich parallel zur Uferlinie.

Allerletzte Strahlen.

Angeleuchtete Wolken – was für ein Schauspiel zum Schluss!

Schnell wird es dunkel. – Später treffen sich die bereits angereisten Arbeitsgruppenmitglieder zu Speis und Trank, Austausch zu Fachlichem und Persönlichem. Uns erwartet am Folgetag ein an die 50 Fachmenschen starkes Publikum. – Möge es gelingen.

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