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Archive for September 2023

Das Wetter ist gut, meine Tour gut in der Zeit – da radele ich von der Drehbrücke Klevendeich (voriger Beitrag) noch ein wenig landseits vom Pinnaudeich gen Osten, „bachauf“.

Ohne in den Tidekalender oder über den Deich zu gucken, bleibt unbekannt, ob die Pinnau wie im vorigen Beitrag seewärts, „bachab“, oder inzwischen landeinwärts, „bachauf“ wie ich radele, fliesst).

Ortsrand Klevendeich – oha, da hat es jüngst ein Reetdachhaus erwischt. Die Feuerwehr hatte, Blitz als Ursache möglicherweise, zu tun.

Im Schilderwald gleich nebendran lese ich „Bauland“.

Wie das Internet über Moorrege berichtet, steht hier kein Bauland zum Verkauf. Es handelt sich wie bei Klevendeich um einen Ortsteil von Moorrege.

Blau-Weiss-Grün um mich herum – der Deich ist höher und steiler als er im Foto aussieht. – Kurve voraus.

Möge da nie ein Überfliessen stattfinden …

Hinter der Kurve – geradeaus … – schicke Wolken, wechselnd.

Deichschafe – ich drehe um.

Am wegbegleitenden Knick, Nordseite, sind Brombeeren und Holunderbeeren noch in Entwicklung. Anderswo sind sie längst geerntet.

Wolken-Variabilität.

Das Schild … kennzeichnend leider für einen Gutteil des Radwegs, der sich – ein Stückchen weiter entlang der Hauptstraße – in Huckel-„Qualität“ bis Heist erstreckt.

Wieder rein in den bebauten Raum.

… raus nach Haselau, nicht zu verfehlen.

Blick nordwärts, platte Pferde-Marsch – am Horizont, klein erscheinend, Uetersens Hochhäuser.

In Haselau – ich halte es mit dem bayerischen Spruch und betrete das gastliche Haus neben der Kirche „wo die Gesangbücher Henkel haben“.

Es muss nicht immer Fleisch sein (auch sehr gut hier) – Spinatstrudel auf gebratener Pilzvariation in Rahm. – Schade, das Bierglas ohne Henkel.

Sehr lecker! – Benamt in der Fotounterschrift nach der Internet-Variante der Speisekarte. Aktuell gab es Spinatstrudel auf Backofengemüse mit gutem Pilzanteil.

Und danach … – Zurückradeln nach Wedel.

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Mal etwas anderes – die Wetteransage, Wind und Sonne, brachten mich auf die Idee, in Haselau essen zu gehen. Da ich die Strecke – mit Abstecher an die Holmau / das Lanner Kuhlenfleet – schneller zurücklegte als gedacht, blieb noch Zeit für einen kleinen Schlenker. An der Drehbrücke Klevendeich war ich lange nicht, also hin, in die Tide-Pinnau gucken.

Ortsende Haselau, Richtung Pinnau.

Blick Südwest – Haseldorfer Marsch, Pferde, Weiden, Wiesen, Äcker – am Horizont, das lange stillgelegte Kernkraftwerk Stade.

Gut, dass diese teure und unvertretbar gefährliche Art der Energieerzeugung gestoppt wurde. – Möge das so bleiben, mögen die Trolle, die gegenwärtig zunehmend die Politik mit realitätsfernem Wahn zumüllen, keine Mehrheiten bekommen.

Acker, ein Hauptaspekt ringsum.

Die andere Seite – Wiesen und Weiden.

Herbstliche Marsch – Eschen Eichen, fruchtender Weissdorn, im Wind wogendes Schilfröhricht.

Schilderwald – wohl dem, der weiss, wohin es geht.

Da kommt sie in Sicht, die Drehbrücke Klevendeich.

Die ist durchaus etwas Besonderes.

Blick auf die Tide-Pinnau, seewärts, Rettungshilfe.

Mäanderbogen in offener Landschaft – man glaubt es nicht, die Pinnau ist hier Bundeswasserstraße.

Steuerungshilfen (?), aufwärts.

Steuerungshilfen, seewärts.

Halt alt … – endender Fußweg, zweifelhafte Straßenbreite. Ja, hier fährt auch Schwerverkehr.

Rechtes Ufer, seewärts – Tidewechselzone.

Genauerer Blick auf die Tidewechselzone – bräunlichglänzend, wo Kieselalgendecken den Schlick festigen, unmittelbar darunter freigelegte Schichten erscheinen schwarz, sauerstofffrei.

Zubehör zum Drehen der Brücke, sichtbar.

Es herrscht Ebbe, ablaufendes Wasser, Turbulenzen.

Glitzernd, im Gegenlicht.

Nochmal Glitzer, am anderen Ufer – flächig glänzt feuchtes Schlickwatt.

Und dann …, steht da …

… der Sensenmann.

Mich, als alten THWisten, erinnert der an dieser Tidefluss-nahen Stelle ans Sandsackschleppen. – Das war eine fast regelhafte Beschäftigung in den 1970ern, einer sturmflutreichen Zeit. Das ist lange her, man vergisst … – Weiter gilt aber: Deichbrüche gefährden Land und Leute – auch heute.

Da radele ich, bevor ich zum Essen in Haselau zurückfahre, noch ein Bisschen am Pinnaudeich aufwärts.

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