Für uns im Norden ist die Hitze erstmal durch. Jeden Tag, gern in der Nacht, fällt ein wenig Regen – mit der Betonung auf „ein wenig“. Hier im Umfeld Wedel, „Stadt mit frischem Wind“, Schleswig-Holstein (SH), gibt ein Tümpel auf einer Pferdewiese uns Vorbeiradelnden Auskunft, wie sich die jeweilige Regensituation auswirkt (mal abgesehen davon, dass das Grün inzwischen angesichts regelhafter Feuchte schiesst).
Vor 2 Wochen sah das noch so aus.

Und nun: Donnerwetter, das ist neu, mehr als erwartet. Nicht nur die Sohle des Pferdetümpels ist benetzt, es zeigt sich eine größere Wasserfläche.
Ganz anders die Fliessgewässer …
Der Regen wirkt sich nicht bis in sie als Abfluss aus. Bäche und kleine Flüsse, bis hin zur Elbe, verharren auf Niedrigwasser.

Gestern hatte ich nahe der Alsterquelle zu tun, deren kurz bevorstehendes Versiegen die Presse mitgeteilt hat – Blick über einen Teil der Oberalsterniederung.

In einem regelhaft sommertrockenen Nebenbach hatten wir mit Kies begonnen, Rausche-Kolk-Abfolgen herzustellen. – Der Bach, nicht unüblich, liegt nun über lange Strecke trocken.

Wer sucht, der findet – noch nicht von Interessenten wie Reiher, Otter, Rabe eingesammelt. Dies ist eine wohlgenährte Forelle, die Anfang diesen Jahres aus dem Ei geschlüpft ist.
Die neuen Kiesbänke waren – wie wir das von anderswo kennen – gleich von Laichfischen aufgesucht worden.
Ist also die ganze Mühe umsonst?
Na, so ganz neu sind trocken fallende Gewässer ja nicht. Vor 20 Jahren erlebten wir das in der Wandse, einem gefällereichen Nebenbach von Hamburgs Alster (Projekt „Forelle 2010“, auch „in English„).
Unsere damalige Einschätzung gilt heute noch.
Also: Nicht bange machen lassen!
Wir müssen – und können (Link-Beispiel zu unserem anscheinenden Versagen in großer Bandbreite) – etwas tun.
Demnächst mehr aus „unserem“ schleswig-holsteinischen Bach, beispielhafte Verbesserungsmöglichkeiten in kritischer Situation.

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