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Archive for 9. November 2018

Das Auto steht querab Baumkronenweg. Ich gehe westwärts den Uferrandweg Richtung Hopfenberge.

Bunte Pflanzensukzession direkt unterhalb Vollstauzone. Früh fiel dieser Bereich 2018 trocken – vor der großen Trockenheit, daher dicht bewachsen.

Das sieht tiefer, hier voraus am Steilhang des Hammerbergs, ganz anders aus.

Auch der Blick zurück nach einer Weile Weges zeigt für flache Uferbereiche den fehlenden Bewuchs – da war halt kein Wasser zum Wachsen, auch „von oben“ nicht.

Blick voraus, hinüber: Schloss Waldeck und die weisse Ederflotte.

Blick nach unten – oha! – zu viel Phosphor im Wasser (nach Abwasserreinigung heutzutage meist aus unangepasster Landwirtschaft) liess Blaualgen üppig wuchern!

Die Blaualgen sind in der Lage, sich den ggf. „fehlenden“ Stickstoff aus der Gasform zunutze zu machen. Die aufgeschwommene Farben-ähnliche Schicht kommt unter anderem dann zustande, wenn kühle Nächte wärmere Tage ablösen. Aus dichten Konzentrationen Blaualgen im durchlichteten Seevolumen wird eine eklige blaugrüne Schwimmschicht – nicht schön für Wassergetier und Badegäste.

Blick zurück kurz vor dem Ziel, den Hopfenbergen – ganz schönes Stück Weg abgewandert.

Blick vom Ende des Hammerbergs über die frei gefallenen Hopfenberge – Anglerboote liegen über dem Eder-Flussbett.

Blick nach rechts – die Sperrmauer, selten so frei zu sehen.

Ich begehe den ersten Hopfenberg – illustrer Blick über schräg gestellten Meeresgrund mit Steilufer auf Schloss Waldeck.

Wackerstein-Lagen, vergängliche Historie.

Zwei am Ufer rastende Kormorane vollführen einen Schnellstart.

Am „Ende“ der Hopfenberge, Blick über den Restsee auf das Waldecker Ufer mit kleiner Bucht.

Hier fällt „die Stukenkante“ steil auf Höhe des Flussbetts ab, alte Baumstubben.

Wie Urviecher sehen manche Baumstubben aus.

Ein vielbeiniger Tänzer (?!).

Diese Baumstubben zeigen uns noch heute, nach mehr als 100 Jahren „Unterwasserleben“ mit gelegentlichem Auftauchen, welch Erosionsschutz Bäume mit ihren Wurzeln darstellen. Auch beeindruckt die konservierende Wirkung des langen Unterwasserdaseins.

Ich habe die Hopfenberge auf Wasser-Niveau umrundet. Ins Blickfeld kommen wieder die Ausflugschiffe – und die windgesteuerte Blaualgenschwimmschicht.

Ich quere das Plateau des 2. Hopfenbergs, Rückweg.

Jetzt, wo der Sonnendruck nach 6 Monaten Trockenheit nachlässt, kann weisses und rotes Polygonum doch noch seinen Besiedlungswillen dokumentieren.

Fast am Uferrandweg – die ehemalige Durchfahrt zur Stollenmühle.

Da kann man gut durchgucken.

„A long, winding road“ liegt vor mir – ich habe es so gewollt.

Nationalpark Kellerwald – Urwald wird ahnbar.

Ich nähere mich meinem Ausgangspunkt – Farbenpracht von Wald und Ufervegetation.

Unten am Wasser ist eine kleine Halbinsel schwarz besetzt.

Auch die jetzige Ruhe auf Bootsanlegern wird geschätzt.

2 von 6 Kolkraben – die haben mich mit ihrem munteren Neck-Spiel inklusive tonreicher „Schnackerei“ eine Zeitlang gefesselt.

Ich fahre zurück – will über Herzhausen wieder ans Südufer, noch ein Bisschen im Fluss angeln. (Ja, auf der dargestellten Wanderung habe ich meiner zusammengesteckten alten Angelrute mal wieder den Edersee gezeigt, zur Begeisterung der unbehelligten Fische und auf den Hopfenbergen und am Kellerwald angetroffener Wanderer und Radler. „Angeln Sie gar nicht?!“  🙂  )

Bei Herzhausen stecken Reste der dichten Nebellage immer noch in Einzeltälern von Nebenbächen.

Demnächst gibt`s noch einen Beitrag zur herbstlichen, seit Langem frei gefallenen Eder.

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