„Landgewinnung“ im Agrarsinn heutiger Zeit ist ja nichts Neues. Spätestens seit Einführung der Subventionierungskopplung an GPS-vermessene Landmarken ist eine vorher unvorstellbare Vernichtung von Gewässer- und Wegerandstreifen eingetreten. Heute wissen wir es besser. Und es geht weiter …

Wandernder Grenzstein. – Es gab Zeiten, da war der Randstreifen doppelt so breit.
(Mal abgesehen davon, dass seine Kollegen Findlinge längst von Interessenten abtransportiert wurden.)
Mit unseren Subventionen aus fehlinvestiertem Steuergeld ist ein Maschinenpark entstanden, der seinesgleichen sucht. Die seit Jahrzehnten immer wieder als notwendig herbeigeredete „Schlagkräftige Landwirtschaft“ ist mehr als erreicht und fordert ihren Tribut – nicht nur an fortgesetzter Fehlsubventionierung, sondern auch an Boden und Gewässern.
Wir dürfen gespannt sein, wie lange der Boden das in unseren gemäßigten Breiten noch mitmacht.
Flächendränagen und Bodenverdichtung im ländlichen Raum stellen längst einen hohen Beitrag zur Hochwasserverschärfung.


Du sagst es! Die Agrarpolitik ist zum Heulen! Nach langem Zerren hat man bei uns in der Schweiz versucht, Gegensteuer zu geben. Im Ständerat versucht die Bauernlobby jetzt, die Tierbeiträge wieder ins Agrarpaket 2014-17 hineinzubringen. Dies obwohl die Kontrolle der Nährstoffkreisläufe nicht funktioniert, zuviel Mist anfällt, die Maschinen immer schwerer werden (auch im Berggebiet mit den sensiblen Böden … Ja, du weisst ja. Jene, die entscheiden, haben von der Sache keine Ahnung.
Grüsse aus der Schweiz
Heidi
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