Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 22. November 2020

Neben den schicken Sonnentagen heutzutage bietet der November auch das von früher typische Grau. Unklare Sicht bis Nebel ist gelegentlich mit dabei. Restarbeiten, um für die Sturmflutsaison klar zu sein, sind gelaufen.

Blick ins Grau – von Wedels Hafenstraße auf die Elbe vor dem Schulauer Hafen.

Fährmannssand, WillowHenge – auch diese Kopfweiden sind beschnitten.

Blick zurück – die Kräne am Sperrwerk Wedeler Au sind abgebaut, das Sperrwerk ist für höhere Flutwasserstände ertüchtigt.

Blick übern Deich – im Vorland wird der aus Marschgräben gebaggerte Schlamm, zu Klei gereift, gebaggert und abgefahren.

Da ist allerhand zu tun auf langer Strecke.

Abfahrt Richtung Osten.

Staudenblick binnendeichs an der Vogelstation.

Die ist geschlossen, in Corona-bedingt vorgezogener Winterpause.

Auch westwärts gehen etliche Touren der Klei-Abfahrer – der Radler macht(e) Platz.

Auf dem Süßwasserwatt vor Hetlingen steht Biomasse, Binsen, Schilf, massenhaft. Die zeigt dann, abgerissen, über die Sturmflutsaison als dicke Treibselpolster am Deich die jeweiligen Flut-Hochstände an. Durch Bagger und Muldenkipper wird das Material regelhaft zu entfernen sein.

Wie sich zeigte, erfolgten die Arbeiten gerade rechtzeitig. Wind und Wetter haben am 19. November mit einer kleinen Flut, Höchststand dreier erhöhter Flutwasserstände bei + 1,23 m (darüber spricht man eigentlich nicht – ausser für Parkende, elbnah!) – das ist ja gar nix.

Für die Sperrwerke an Krückau und Pinnau hiess das: dreimal ZU!

Was für menschliche Werte hinterdeichs segensreich wirkt, hindert normales Naturgeschehen. Wanderfische auf ihrem Weg zu den Laichplätzen in Bächen und kleinen Flüssen sind – zeitweise – ausgesperrt. [So lange „dicht“ ist, erhalten sie auch keinen „Geruchsfaden“, der sie in den Bach ihrer Geburt „zieht“. Orientierungslos!]

Wer bei den unter „Krückau“ und „Pinnau“ verlinkten Pegeln die untere Langzeitkurve auf den 19. November zieht, kann sehen, dass das Nordweststurmgeschehen 1,5 – ca. 5 und 3 Stunden Schliesszeit bedeutete.

Lernen musste ich, dass nicht jedes Sperrwerk ein Pumpwerk besitzt. An der Pinnau z.B. kann es bei kommendem Klimawandelstarkregen zu Schliessungszeiten am Sperrwerk bedeuten, dass man „hinten“ zwar nicht durch die Flut, aber durch den einstauenden Starkregen „absaufen“ kann (bei dem andauernden Niedrigwasserabfluss und nahezu keinem Niederschlag wiegen wir uns vermeintlich in Sicherheit). – Es bleibt viel zu tun.

Jetzt ist wieder „Ruhe“. Heftiger Nordwest (rein in den Trichter des Elbe-Aestuars) nach Südwestlage, die Wassermassen an die Ostseite der Deutschen Bucht transportierte, ist Vergangenheit ( nun bei anderen Windlagen bis Stärke 4). Sonne ist angesagt – gelegentliches Schliessen der Sperrwerke bei erhöhtem Flutwasserstand nicht ausgeschlossen.

Read Full Post »