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Archive for März 2020

Am Ende des Berichts vom 10. März „Restaurierungsstart 2020“ wird erkennbar, dass durch eine unbürokratische Entscheidung über sinnvolle Verbesserungen „hier und jetzt“ eine weitere Kurve der Krückau mit Lenkbuhnen versehen werden kann. Gestern war es so weit.

Der Wetterbericht versprach Abwechslung während eines Sturmtiefs mit starken Böen, Regen, Graupel, aber auch Sonne – so erlebten wir das auch, mit Sonne im Herzen und ein Bisschen Glück ist das alles nicht so wild.

Bevor ich allerdings meine Watstiefel anziehe, warte ich im Auto das Ende des meinen Anreiseschluss bestimmenden Sturmregenschauers ab. – So, es kann losgehen.

Der Wehrkolk bachab vom Rantzauer See zeigt ordentlich Bewegung.

Das Umfeld der Brücke bachab ist einer der nächsten potentiellen Aktionsorte für lebensraumverbessernde Maßnahmen an der Krückau.

Was für ein schöner, sonniger Anblick! Der Kies ist da, die Bauhofmitarbeiter sind startklar.

Guter Kies, gutes Personal, gutes Gerät – was wollen wir mehr?!?

Blick bachauf Richtung der kürzlich jenseits der Brücke bekiesten Strecke.

Blick bachab über die vorgesehenen Kiespositionen.

Punkt 1, vorher.

Erste Schaufel, so geht es weiter und weiter …

Blick von Punkt 4 Richtung Punkt 1 – ein Regenschauer startet.

Angesichts der Entfernung zwischen Punkt 1 und dem Endpunkt haben wir angesichts des Kurvenverlaufs spontan entschieden, nicht die 3 vereinbarten Stellen, sondern 4 zu bekiesen.

Schnell schwindet der Kiesberg – es regnet.

Die letzte Schaufel wird gefüllt.

Per Hand werden die 4 Punkte im Unterwasserbereich gestaltet.

Das Wehr wird geöffnet, um zu sehen, wie der Unterwasserkies liegt, ob er „auftaucht“. Ich gehe bachauf, um die 5 ersten Stellen querab Wellenbad Barmstedt darauf anzusehen und die Unterwasserkiese etwa 10 cm tiefer zu schieben (vgl. Ende Beitrag vom 10. März). Darüber gebe ich demnächst einen kleinen Eindruck.

Auf dem Weg und zurück passiere ich die Zulaufstelle zum Rantzauer See. Vorn liegt im Lee der Büsche die Krückau, auf dem See überschlagen sich teils die Sturmwellen.

Fertig, auf dem Weg zum Auto. Die „neue Kurve“, vgl. vor-Start-Foto IMG_1293, sieht hervorragend aus.

Die Tour endet, wie sie begann.

Vor dem Anlassen: Feingraupel und Regen decken das Auto ein. Der Wechsel von Watstiefel auf Schuhe fand noch bei Sonnenschein statt.   🙂

 

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Gute Vorzeichen – auch wenn`s stürmt, die Tour wird nach Windrichtung gewählt (spätestens ab der Hälfte Rückenwind, vorher möglichst viel seitlicher Windschutz erwünscht).

So komme ich gut über Holm Richtung Hetlingen. Weiss dominiert die Landschaft, wo Knicks und Streuobstwiesen (noch) existieren.

Die Oberfläche des Lanner, abgeschleustes Still-, teils leicht fliessendes Gewässer, ist ordentlich aufgebrist.

Stramm waagerecht – kein leichts Leben für Wind- und andere Fahnen.

Verdunstung durch Sonneneinstrahlung und milde Temperaturen helfen nun auch verdichteten Ackerflächen vom Stauwasser weg. (Die Bodensituation bleibt.)

Feuchtwiesen, feucht gehalten – der Punkt rechts neben den linken Bäumen: ein Graureiher.

Feuchtflächen und Stillgewässer an der NABU-Vogelstation mit Möwen.

Was für eine jubilierende Stille! – Die Luft ist gefüllt mit Lerchengesang und Kiebitzrufen.

Gut an den Baustellen Brücke Langer Damm und Sperrwerk Wedeler Au vorbeigekommen – von der Schulauer Straße gegen den Wind geblickt: Wolkenzüge rasen über mich hinweg (ich hatte den gewünschten Rückenwind).

Da pixelt doch was am Horizont unter den Wolken – Gänseschwärme, in die Tausende Flieger.

Schwarm folgt auf Schwarm – der Vogelzug ist voll in Gang.

Zu den Baustellen folgt demnächst der neuste Stand. Am Sperrwerk Wedeler Au kommen bis Bauschluss gegen Herbst Fußgänger und Radfahrer frei durch (Schaftore bitte wieder schliessen!). Die Brücke Langer Damm über die Binnenelbe erhält den letzten Schliff, wird wohl fristgerecht Ende März nutzbar sein.

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Am 24. Januar berichtete ich über interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer auf meinem Vortrag im Humburg-Haus, Barmstedt. Auch dem Wasserverband liegt sehr an Lebensraumverbesserungen im Krückau-Einzugsgebiet. – Am 25. Februar „Krückau, voll …“ sah es angesichts der drei aufeinander folgenden mittleren Hochwässer und quitschnasser Böden noch nicht so aus, als wäre ein Restaurierungsstart absehbar. Derweil jagt die Natur in ihrer Vorfrühlingsentwicklung angesichts Temperaturen durchweg gut über Null so voraus, dass mancherorts Aktionen schon fast in die Rubrik „später“ verschoben werden müssen.

Aber überall gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel in Bereichen, die von befahrbaren Wegen begleitet sind – so entlang des Rantzauer Sees. An dieser Stelle danke ich der Wasserwirtschaft und dem Naturschutz des Landkreises Pinneberg, dass erstes Bekiesen unbürokratisch ermöglicht wurde. Dank gilt nicht zuletzt der Stadt Barmstedt und ihrem Bauhof, der den Kieseinbau übernimmt. So können wir im Lauf des Jahres Erfahrungen sammeln und, bei Gefallen, ein größeres Projekt vorbereiten.

Ein Sattelzug Kies (25 t) sollte querab vom Wellenbad Barmstedt an 5 Stellen bachauf einer die Krückau querenden Brücke des Wanderwegs eingebaut werden. Ein kleiner Anteil war für die Krückau an der Südostecke des Rantzauer Sees vorgesehen. Hier sollte eine alte, mit Holzstack gefasste Steinbuhne im Anstrom mit Kies ergänzt werden.

Der Rantzauer See und sein Umfeld mit Mühle, Fischpass, Museum und mehr ist beliebtes Ausflugsziel für Alt und Jung.

Vom Wehr gehe ich die Krückau bachauf – die Kurve mit der alten Steinbuhne. – Ich seh` nix.

Da sehe ich doch … – eine Fahrspur. Mal über die Kante gucken.

Ja, da ist was. Kies in Spuren sichtbar. Über diese Stelle denken wir weiter nach.

Die Brücke, wo oberhalb 5 Punkte Kies verabredet sind. Baustellenschild und Radlader in Bewegung machen mich neugierig.

Vorab war diese Kurve frei geschnitten worden, damit wir die Vegetation nicht durch die Arbeiten (zer)stören. Stauden und Büsche werden, so wie sie derzeit durchstarten, nach Kieseinbau alles gut überwachsen.

Von der Brücke her sehe ich gute Vorarbeit an den 5 Punkten.

Der Radlader wird jeweils mit Anweisung in Position gebracht, der Kies platziert.

Per Hand (Rechen und / oder Schaufel) werden die Unterwasserlenker geformt.

Schnell geht mit qualifiziertem Personal und Gerät die Arbeit von der Hand. Die letzte Kiesladung wird geschüttet.

Der meiste „Überwasser-Kies“ an allen 5 Punkten wird zu Unterwasserlenker geformt.

In der vom Mühlenwehr eingestauten Krückau herrscht der Wind – Wellen gegen den Strom. – Aaaber, s. gelb markierten Bereich, die Lenker erzeugen ein eigenes Strömungs“klima“ bachab, selbst im Einstau ist Mikroturbulenz erkennbar.

Fertig – der Weg ist geglättet, der Bauhof rückt ab. – Ganz herzlichen Dank für gute Arbeit!

Noch ein Blick von der Brücke in die Kurve … – Da wird mehr Turbulenz sichtbar.

Angesichts bevorstehenden Regens am Folgetag, aber auch aus Neugier, wie Änderungen wirken, hat der „Meister des Wehrs“ den Wasserstand etwas zu senken begonnen. (Was jetzt geschieht, kann man sich auch als Situation stärkeren Abflusses vorstellen, mit dem gleich sichtbaren Luftraum dann mit höherem Wasserabfluss gefüllt – im Hochwasserfall bis zur Uferkante [hoffentlich nicht mehr].)

Die Unterwasserlenker fallen frei, es lenkt nun der gesamte Buhnenkörper – turbulente, flotte Strömung. Die Krückau ist halt ein Fliessgewässer und kann es bei richtigen Voraussetzungen auch zeigen.

Deutlich sichtbar ist die erzeugte Lenkwirkung, die Aussenkurve ist von ExtremErosionsDruck entlastet. – Bei soviel Dynamik ertappt man sich leicht, die Zeit zu vergessen …

Ich geh` mal lieber.

Die Kurve mit der alten Steinbuhne ist in Sicht.

Die Stackfassung ist sichtbar geworden. – So sehe ich weder „alte Steine“ noch neuen Kies.

Das kann verbessert werden.

Weiter Richtung Wehr befindet sich eine extreme HundeErosion in der Uferkante – auch hier Verbesserungsbedarf.

Den am Kies-Experiment Beteiligten schlage ich 3 Einbringpunkte für weiteren Kies vor, zeitnah zu erledigen (aufwärts: HundeErosion, Zwischenbereich, alte Steinbuhne).

Wasserbehörde und Naturschutz des Kreises Pinneberg sehen die Angelegenheit ebenso und geben unbürokratisch Grünes Licht. Die Krückau und ihre Bewohner danken! – Der nächste Bericht wird folgen.

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Es soll heute auch die Sonne scheinen, wurde angekündigt. Da starte ich die Hetlingen-Tour gegen den Uhrzeigersinn und gegen den Wind. Angesichts niedriger einstelliger Temperatur nehme ich ausnahmsweise das Strickstirnband mit. – Vor Holm ziehe ich mir das auf – gut, es dabei zu haben.

Bald bin ich, vorbei an Holm, durch Hetlingen, am Elbe-Hauptdeich angekommen.

Blick vom Hauptdeich beim Alten Heuhafen Hetlingen auf die Elbe, Reet in diversen formen.

Ganz in der Ferne lässt die Sonne die Elbe glitzern – man muss schon sehr genau hinsehen.

Auf dem Süßwasserwatt steht weiterhin viel Röhricht vom Vorjahr. Die Spülsaumräumsaison zieht sich weiter.

Querab von der NABU-Vogelstation, Nonnengansmassen wie neulich.

Eine Pionier-Gans hat sich getraut, allein jenseits des Grabens zu äsen. – Da hat sie mehr für sich.

Das Sturmflutsperrwerk Wedeler Au passiere ich heute auf der Behelfsbrücke.

Und da ist sie auch für mich – die Sonne. Der Baukran ist aufgebaut, er wird demnächst die neuen, höheren Fluttore einhängen.

Montag, Dienstag werden Radler, die meine heutige Tour fahren, große Augen machen. Ohne Information im Netz, z.B. wedel.de („Sperrwerkstraße für Radfahrer und Fußgänger auch während der Bauarbeiten durchgängig offen.“) verkünden kleine Schilder, dass am 9. und 10. März hier kein Durchkommen sein wird. Die 90 % der Tour dürfen „zurück“ nochmal gefahren werden.

Wie schön, Erinnerung an Fähre-Rad-Tour-Zeiten! Katamaran-Fähre auf dem Weg Richtung Stadersand.

Zuerst dachte ich, es ist die gerade angekündigte Verstärkung „Japsand“ für die sehr gut angenommene Strecke Stadersand – Wedel – Hamburg, trainierend für die kommende Saison ab 1. April. Aber genaueres Hinsehen zeigt, es ist die bewährte Liinsand im Märzfahrplan. Da haben wir demnächst also die Wahl, kleiner oder größer die Elbe zu queren.

Anleger, ohne Worte.

Anleger, östlicher Teil – die Elbe liegt, auflaufend Wasser etwa 1 m unter Thw, wie ein Binnensee bei Windstille (der Wind bläst mit der Flut).

Tja, der alte Skandinavien-Stein! Der wurde doch von wem auch immer umgelegt – ein Glück, dass keiner von den Buddlern drunter erschlagen wurde.

Aber so?! Zwar fast kleiner als mein Rad erscheinend – er hat sich, mit einer großen, flachen Seite nach oben, zu einem Treff für Jung und Alt entwickelt. (Was ich als simpel eingeschätzt hatte: Wer hochgekommen ist, muss auch wieder runter, stellt sich in der Praxis nicht für alle einfach dar.)

Und dann gibt es noch die Geschichte von den altvorderen Steinspaltern – lange rumgehen, lange sinnieren, dann auf die richtige Stelle hauen. Mir scheint, mindestens die Spaltnaht zeigt der Stein schon selbst.

Und das geht so, mindestens auf dieser Seite, von oben bis unten runter.

Och nö, bitte lasst den Stein heil!

Zurück geht`s vorbei am Schulauer Hafen – die Frühjahrs- / Sommerbestuhlung steht. Dann kann die Aussensaison ja kommen. – Vom Horizont her naht einer der bekannten Grimaldi-RoRo-Containerfrachter, Grande Dakar.

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Noch ein paar Eindrücke von Ende Februar vom Schulauer Hafen, Wedel – „Stadt mit frischem Wind“.

Eine Schar Lachmöwen hat sich an der Hafeneinfahrt, im Lee des von Nordwest längs der Elbe brisenden Starkwinds, konzentriert.

So ein Punkt muss von Hafenbesuchern „natürlich“ angegangen werden. Unwillig fliegen erste Möwen, gestört, auf.

Erste Möwen fliegen ab.

Andere wollen sie die Störung nicht so ganz akzeptieren, halten sich stehend im Wind, suchen teils tiefer gelegene Lee-Sitzplätze auf.  Hartnäckige können ihre Position behalten. – Ende der singulären Störung.

Blick über die Elbe – unruhige Zeiten.

Richtung Deich. Flieger, Sitzer, Fussgänger – Vögel im Lee des Sandstrands / Spielplatzes.

Flieger, Sitzer, Fussgänger – Lachmöwen und mehr.

Im Wegradeln passiere ich eine Rabenkrähe. Die weiss Bescheid, ich bin ungefährlich.

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Eichhörnchen sind gelegentlich hier im Blog zu sehen. Soweit es sich um Beiträge hausnah handelt, kein Wunder – ein Nachbar füttert mit Hasel- und Walnüssen (die Schösslinge vergrabener, nicht verspeister Nüsse reissen wir dann möglichst fix aus – Haselnussbüsche sind inzwischen zahlreich genug, einen Walnussbaum können wir aufgrund mangelnder Fläche nicht akzeptieren).

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der Eichhörnchen auch auf dem Rasen hoppelnd, suchend, knuspernd zu sehen sind – nicht unbedingt mit Nüssen.

Da ist wieder eins. Es sucht flächig den Rasen ab. Da die Gärtner zum Glück seit Längerem nicht mit ihrem Bläser arbeiteten, findet es jede Menge „Nasen“, Samen des Feldahorns. Nach und nach arbeitet es sich über den Rasen.

Zwischendrin bin ich manchmal nicht sicher, ob es nach Nüssen sucht, oder Feldahornnasen vergräbt / „einpflanzt“.

Ein zweites Tier beschäftigt sich derweil an einer anderen Hausseite im Buschgelände, profitiert offenbar von Etlichem, das es in der inzwischen glücklicherweise akzeptierten Mulchschicht findet.

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Im vorigen Beitrag ist von WindErosionSchutz in der Beschreibung eines Fotos berichtet. Der hält inzwischen den oberen Sandstrand ganz gut davon ab, sich windgetrieben über die Westmole ins Hafenbecken zu bewegen. Je nach Situation kann dabei gelegentlich so etwas wie zwischenzeitige Dünenbildung (in klein) beobachtet werden (die räumt dann der Bauhof ab).

In Sturmflutzeiten sind andere Erscheinungen zu beobachten, LandArt.

Ist das nun LandArt oder die Anregung zu einem neuen Tapetenmuster / Fliesenmuster?

Etwas mehr in die Totale.

Himmelblau beim Blick nach oben, Richtung Hamburg.

Gut Wind bestimmt die Charakteristik der Wasser- und Feinstaubschwaden aus dem Kohlekraftwerk Wedel. Die kriegt in dieser Situation nicht Wedel, sondern der Hamburger Elbhang ab.

Da gucke ich lieber nach unten – ein Bisschen schräg.

Im Abradeln ist am Deich noch die SturmflutSpielfeldmarkierung des Sportplatzes zu bewundern – geeignet für Wasserball zu gegebener Zeit.

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